Archive for the ‘Literarisches’ Category

Happy Birthday

Dienstag, November 10th, 2009

Friedrich Schiller, der berühmteste Schwabe nach Carl Lämmle feiert heute seinen 250. Geburtstag. Zur Feier des Tages hab ich gleich mal „Kinski liest Schiller” in Dauerschleife aufgelegt, schaue dem Zug der Kraniche nach und denke im Stillen: „Wo mag er wohl sein – Schillers Schädel?”

Hochkultur

Donnerstag, Juli 2nd, 2009

Am Schauspielhaus in Stuttgart läuft zur Zeit »Der Prinz von Dänemark«. Hier ein unter Lebensgefahr illegal aufgenommenes Foto des Bühnenvorhangs, welches mir von einem Schädelsympathisanten zugesteckt wurde. Im Laufe des Stücks kommt angeblich noch eine Diskokugel in Schädelform zum Einsatz, währed auf der Bühne so ein Typ namens Harald Schmid in pinken Leggins auftaucht.

Sollte vielleicht zu Recherchezwecken mal vorbeischauen?

DSDSWIADFS

Freitag, Mai 22nd, 2009

„Deutschland sucht den Superstar wie immer an der falschen Stelle”
Nehme ich doch mal das (eher bescheidene) Totenkopf T-Shirt des Bassisten von Kellner zum Anlass um auf einen tollen Künstler hinzuweisen. Unbedingt mal anschauen.

Ulm gegen Rechts

Freitag, März 13th, 2009

Vorweg dieses:
„Wir gehen in den Reichstag hinein, um uns im Waffenarsenal der Demokratie mit deren eigenen Waffen zu versorgen. Wir werden Reichstagsabgeordnete, um die Weimarer Gesinnung mit ihrer eigenen Unterstützung lahm zu legen. Wenn die Demokratie so dumm ist, uns für diesen Bärendienst Freifahrkarten und Diäten zu geben, so ist das ihre Sache… Uns ist jedes gesetzliche Mittel recht, den Zustand von heute zu revolutionieren. Wenn es uns gelingt, bei diesen Wahlen sechzig bis siebzig Agitatoren und Organisatoren unserer Partei in die verschiedenen Parlamente hineinzustecken, so wird der Staat selbst in Zukunft unseren Kampfapparat ausstatten und besolden… Wir kommen als Feinde! Wie der Wolf in die Schafherde einbricht, so kommen wir.“ Zitat Joseph Goebbels 1928.
Am 1. Mai nun haben sich die Epigonen für eine Demo in Ulm angekündigt. Traurig stimmt mich nicht, dass sie das dürfen, sondern lediglich die Tatsache, dass es wirklich Menschen gibt die hinter so einer Fahne herlaufen.
Auf dieser Seite kann man seine Unterschrift als Ausdruck der Ablehnung leisten. Wäre schön wenn sich die Restgesellschaft geschlossen zeigen würde.
Und da ich bei diesem Thema nahezu sprachlos bin, hier nun die wundervollen Worte von Theodor Kramer:

Requiem für einen Faschisten

Du warst in allem einer ihrer Besten
erschrocken fühl ich heut mich dir verwandt,
du schwelgtest gerne bei den gleichen Festen
und zogst wie ich oft wochenlang durchs Land.
Es füllte dich wie mich der gleiche Ekel
vor dem Geklügel ohne innern Drang,
vor jedem Wortgekletzel und Gehäkel,
nichts galt dir als der schöne Überschwang.

So zog es dich zu ihnen, die marschierten,
wer weiß da, wann du auf dem Marsch ins Nichts
gewahr der Zeichen wurdest, die sie zierten?
Du liegst gefällt am Tage des Gerichts.
Ich hätte dich mit eigner Hand erschlagen;
doch unser keiner hatte die Geduld,
in deiner Sprache dir den Weg zu sagen:
dein Tod ist unsre, ist auch meine Schuld.

Ich setz für dich zu Abend diese Zeilen,
da schrill die Grille ihre Beine reibt,
wie du es liebtest, und der Seim im geilen
Faulbaum im Kreis die schwarzen Käfer treibt.
Daß wir des Tods und Ursprungs nicht vergessen,
wann jeder Brot hat und zum Brot auch Wein,
vom Überschwang zu singen wie besessen,
soll um dich, Bruder, meine Klage sein.

Heinz Erhardt zum 100.

Freitag, Februar 20th, 2009

Der alte Schelm hat auch was für den Kopfblog gedichtet:

Die alten Zähne wurden schlecht,
und man begann, sie auszureißen,
die neuen kamen grade recht,
um damit ins Gras zu beißen.

Der Anfang…

Mittwoch, November 14th, 2007

… von all dem Chaoes war heute vor 100 Jahren, da wurde Astrid Lindgren geboren. Happy Birthday, tolle Sache und Skøl.

Der Film Pippi in Taka-Tuka-Land ist ein cineastischer Leckerbissen. Messerjocke und Blutsvente waren schon coole Jungs. Bei ihrem literarischen Werk jedoch, bin ich nicht sehr bewandert, wobei ich ein riesen Fan von Kalle Blomquist war (der auf englisch außerdem »Bill Bergson« heißt – what the hag).

Oktoberschnee

Sonntag, Oktober 21st, 2007

Welch herrliche Metapher für ein allzu frühes Ende. Herbstliche Kälte umklammert unsere Herzen. Der Frost begräbt unsere Sommerträume und des Winters kahle Hand greift nach unseren Seelen.
Oder einfach nur eine gute Gelegenheit um schnell einen frostigen Gruß auf Nachbars Auto zu drücken.

Tödlich unterwegs

Samstag, September 29th, 2007

Meine neuste Sockenmode hat mich doch spontan zu allerlei Wortspielen inspiriert. »Der Tod kommt auf leisen Solen«, »Das schleichende Ende« »Das passiert wenn ich die Schuhe auszieh’«. etc. Weitere Vorschläge?

Farewell Mister Potter

Freitag, August 3rd, 2007

and thank you, that you accompanied me for such a long time. But now that you left for good, we have to face the everyday life again. An this is my wish for you: magical normality till you die.

For me, its a tragedy, that I have to realise that my english ist not good enough to tell my real state of soul.

bye

P.S. I allways belived in Snape

Bedrohte Wörter

Freitag, Juni 15th, 2007

Da ich wirklich nicht will, daß einige wunderbare Wörter aussterben, habe ich den Hilferuf wohl verstanden und etwas zu ihrem Erhalt beigetragen. Jetzt halten sie mindestens noch ein Jährchen. (Mehr Infos zum Thema gibts bei http://www.bedrohte-woerter.de)

Rettet das Wort.

Es war schon spät – so kurz nach neun
als ich so durch die Gassen streun.

Vorbei an Mode-, Kauf- und Lichtspielhaus
wollt ich halt noch zur Kneipe raus.

In diesem Kleinod bin ich gern,
den dort bedient mein Augenstern.

Vergessen ist dort Tages Qual
ein Bier, ein Kuss wird mein Labsal.

Meine Maid mir hold gestimmt,
mir nun noch weit’re Gläser bringt.

Die vierte Maß tu mir zugute
da wird ’s mir blümerant zu mute

nun aber auf die Schnelle
hinaus zu der Nasszelle

Ein Dreikäsehoch blockiert die Strecke
den schubs ich rüde in die Ecke.

Hier zählt das Recht der Straße
bauchpinseln hilft nicht meiner Blase.

Da diese Last nun von mir fiel
wähl ich den Schankraum neu zum Ziel.

Ich nestle noch an meinem Schlüpfer,
da steht der üble kleine Hüpfer.

Er hat, so schimpft er, tobt und bellt,
fernmündlich Polizei bestellt.

Was bleibt mir übrig außer Fluchen,
ich werde wohl das Weite suchen.

Und all die Wörter steck ich ein,
hinaus zur Tür und renne heim.

Werd’ niemals fort sie geben,
sie sprechen, schreiben all mein Leben.

© 2007 Ekkehard Beck