Es war so weit, ich hatte alle Brücken hinter mir abgebrochen als ich durch das herbstliche Straßburg schlich. Endlich würde ich alles hinter mir lassen, den Beruf, die Enge, den Kleinstadtmief, ja selbst meinen Namen würde ich ablegen um die Stoppuhr des Lebens zurück auf Start stellen. Pünktlich um 9 bog ich in die Rue d’Ostende ein und betrat das kleine Büro dessen Schaufenster dicht mit Plakaten verhängt war und so den Blick ins innere verwehrte. Ein drahtiger Bursche mit Bürstenschnitt sprach mich in ausgezeichneten Deutsch an und reichte mir freundlich die Hand. Er gab mir einige Formulare, ebenfalls alle in deutsch gehalten, deren Ausfüllen mich keine fünf Minuten beschäftigte. Zum Schluss Unterschrieb ich noch – nicht frei von Aufregung – meine Eintrittskarte in ein neues Leben. Als ich die Papiere zurück reichte, runzelte der Kerl hinter seinen Schreibtisch die Stirn als er mein Formular überflog und Blickte von seinem Drehstuhl zu mir auf. „Sie sind 1968 in Trier geboren?“ „Das ist korrekt“ antwortete ich. „Das tut mir Leid, aber die Obergrenze bezüglich des Alters zur Aufnahme in die Fremdenlegion liegt bei 40 Jahren, tut mir leid, Au revoir !“
… verpasst!